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Ohrenkerzen‑Therapie – manchmal auch „Ear Candling“ genannt – ist eine alternativmedizinische Methode, bei der ein hohler Wachszylinder ins Ohr gesteckt und angezündet wird. Die Wärme soll laut Befürwortern entspannen und angeblich „Ohrenschmalz herausziehen“ oder „Energieblockaden lösen“.
Was passiert bei der Anwendung?
Eine hohle Kerze aus Bienenwachs oder Paraffin wird ins äußere Ohr gesetzt.
Das obere Ende wird angezündet.
Die Kerze brennt langsam herunter, während die Person liegt.
Am Ende wird die Kerze gelöscht und entsorgt.
Was versprechen Befürworter?
Entspannung
Linderung von Druckgefühlen im Ohr
„Reinigung“ des Gehörgangs
Unterstützung bei Kopfschmerzen oder Stress
Diese Wirkungen sind wissenschaftlich nicht belegt.
Was sagt die Wissenschaft?
Studien zeigen, dass kein Unterdruck entsteht, der Ohrenschmalz herausziehen könnte.
Rückstände, die man nach dem Abbrennen in der Kerze sieht, stammen von der Kerze selbst, nicht aus dem Ohr.
Medizinische Fachgesellschaften raten von der Anwendung ab.
Welche Risiken gibt es?
Verbrennungen an Ohr, Gesicht oder Haaren
Wachs kann in den Gehörgang tropfen und ihn verstopfen
Verletzungen des Trommelfells
Verzögerte Behandlung, wenn man Beschwerden fälschlich mit Ohrenkerzen „behandelt“
Wenn sie Beschwerden wie Druck, Schmerzen oder Hörprobleme haben, ist es sinnvoll, das von einer medizinischen Fachperson abklären zu lassen.
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